Mein großes Vorbild

Grandma Moses

Name: Anna Mary Robertson Moses
Geboren: 7. September 1860 in Greenwich, New York, USA
Gestorben: 13. Dezember 1961 in Hoosick Falls, New York, USA

Beruf: Malerin (naive / Folk Art)

Grandma Moses wuchs auf einer Farm im Bundesstaat New York auf und arbeitete viele Jahre als Hausangestellte und später als Bäuerin. Erst im hohen Alter von ca. 78 Jahre begann sie ernsthaft zu malen, nachdem sie wegen Arthritis nicht mehr sticken konnte.

Eveline Zessar

Die in Bruck an der Mur geborene Künstlerin Eveline Zessar ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass kreative Berufungen kein festes Zeitfenster kennen. Als sogenannte „Spätberufene“ hat sie ihren Weg in die Kunst erst im späteren Lebensabschnitt gefunden, dafür jedoch mit umso größerer Leidenschaft, Vielseitigkeit und Ausdruckskraft.

Nach dem Abschluss der Handelsakademie im Jahr 1973 und einer beruflichen Laufbahn als Sekretärin an der Universität Graz widmete sich Zessar zunächst einem Studium der Rechtswissenschaften, das sie 1999 erfolgreich abschloss. Doch ihr künstlerischer Weg entwickelte sich parallel dazu – zunächst leise, dann immer bestimmter.

Erste kreative Erfahrungen sammelte sie mit Seidenmalerei, bevor sie sich im Laufe der Jahre intensiv der bildenden Kunst zuwandte. Autodidaktisch erschloss sie sich unterschiedlichste Techniken wie Aquarell, Gouache und Kreide und entwickelte daraus ihren ganz eigenen Stil. Besonders charakteristisch für ihr Werk sind ihre humorvollen Tierdarstellungen – liebevoll als „Viechereien“ bezeichnet –, die mit menschlichen Zügen und feinem Witz den Betrachter zum Schmunzeln bringen.

Neben der Malerei ist auch das Theater ein wesentlicher Bestandteil ihres Schaffens. Durch ein Projekt mit dem Schauspieler und Autor Siddhartha Tomarkin fand sie Zugang zur Bühne und wirkte an der Produktion „10 Schritte aus der Dunkelheit“ mit. Diese Erfahrung führte schließlich zur Gründung einer eigenen Seniorentheatergruppe, deren Mitglieder ehrenamtlich für ein älteres Publikum spielten. Die Aufführungen waren nicht nur unterhaltsam, sondern auch von sozialem Engagement geprägt, da die Einnahmen häufig gespendet wurden.

Während der COVID-19-Pandemie bewies Eveline Zessar einmal mehr ihre kreative Energie und rief das virtuelle „s’Kaffeehaus Multikunsti“ ins Leben. Was ursprünglich als temporäre Idee gedacht war, entwickelte sich rasch zu einer lebendigen internationalen Plattform für Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichster Disziplinen. Heute vereint das Projekt eine engagierte Gemeinschaft aus mehreren Ländern und steht für Austausch, Inspiration und gelebte Kunst.

Eveline Zessars Arbeiten wurden bereits in verschiedenen Cafés und Galerien präsentiert, unter anderem in Graz, und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ihre Kunst zeichnet sich durch Leichtigkeit, Humor und eine zutiefst menschliche Perspektive aus. Dabei bleibt sie stets offen für neue Ausdrucksformen und Experimente.

Mit ihrem Mut, ihrer Authentizität und ihrer unermüdlichen Schaffenskraft steht Eveline Zessar exemplarisch für eine Kunst, die nicht nur ästhetisch berührt, sondern auch verbindet. Ihre Werke laden dazu ein, die Welt mit einem Augenzwinkern zu betrachten und dabei die Freude am Leben nicht aus den Augen zu verlieren.

Hat eines meiner Bilder Ihr Interesse geweckt? Dann schreiben Sie mir gerne eine E-Mail. Mit viel Liebe zum Detail gestalte ich für Sie auch individuelle Danksagungen, Postkarten und besondere Herzensstücke ganz nach Ihren Wünschen.